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In Egerkingen wird, wie in einigen anderen Gemeinden der Region auch, der Brauch der „Stäcklibuebe“ gepflegt. Ein kleiner Unterschied besteht zu den anderen Orten, in unserer Gemeinde sind zwei Jahrgänge unterwegs. Die älteren „Stäcklibuebe“ sind die Knaben des Jahrganges, welche in dem Jahr die Aushebung zum Militärdienst hatten also die neunzehn jährigen, und die andern „Stäcklibuebe“ sind die ein Jahr jüngeren Burschen somit die achtzehn jährigen
Die älteren Burschen stellen am 30. April einen Maibaum auf dem Areal der Gemeindeverwaltung wo für sie ab dem Jahre 2011 ein spezieller Ort geschaffen wurde, früher war dieser Platz bei der Kath. Kirche. Dies ist meist eine lange Tanne die sie von der Bürgergemeinde Egerkingen geschenkt bekommen, welche bis auf die oberen Spitze abgeschält ist und am Nachmittag des 30. April ins Dorf runter transportiert wird (mit Traktor und Wagen). Die grüne Spitze des Baumes wird schön geschmückt. Am Stamm werden die Namensschilder mit allen Mädchennamen des gleichen Jahrganges angebracht, als Zeichen der Ehrerbietung den jungen Frauen gegenüber. Diese sind nun verpflichtet, zum Dank die Burschen einzuladen oder ihnen ein Fest zu organisieren.
In der Nacht auf den ersten Mai ziehen die jüngeren „Stäcklibuebe“ durchs Dorf und sammeln alles ein, was nicht niet- und nagelfest ist, um es auf das Areal der Gemeindeverwaltung auszustellen. Die Leute, welche ihre Sachen nicht oder zu wenig gut in Sicherheit gebracht hatten, sieht man dann am Morgen ihre Gartenmöbel, Rasenmäher oder was sonst noch mitzunehmen war, nach Hause tragen. Seit einiger Zeit versuchen die “Stäcklibuebe” durch Verkauf von Jahrganskleber Geld in ihre Kassen zu bekommen, als Gegenleistung garantieren sie den Einwohner von Egerkingen dass nichts geklaut wird.
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